Celler Biergeschichte

 

BRAUTRADITION IN CELLE


 
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11.05.1447

 

 

 

 

 

"Brauerprivileg" durch Herzog Friedrich den Frommen. Dieses besagt, daß "in Krügen und Tavernen der Vogtei Celle kein anderes Bier (außer dem selbstgebrauten) ausgezapft werden solle (als) wie "Celler".

 

Nach und nach drangen in den "Bannbezirk" (3 Meilen um Celle) auch fremde Brauer und vertrieben hier ihr Bier. Das änderte sich Verlangen der Celler Brauer als am

20.01.1565 die "Gilde" der Brauer gebildet wurde. Diese Gilde wurde

Im Jahr 1602

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

durch Herzog Ernst II. "geschlossen", d.h. es wurde kein weiterer Brauer mehr aufgenommen.

Zur Gilde gehörten jetzt 90 Brauhäuser in Celle.
 
In dieser Form war das Brauwesen in Celle für die nächsten 200 Jahren geregelt. Es gab den sogenannten "Reihebrau". Die Brauergilde verwahrte in ihrem Amtshaus (Zöllnerstraße 19) die Braugerätschaften und gab diese jeweils an dasjenige Mitglied der Gilde aus, welches mit dem Brauen nach Plan an der "Reihe" war. Natürlich mußte dafür ein Obulus entrichtet werden.
 
War ein Bier ausschankreif und auf Güte, Geschmack und Farbe geprüft, so hängte man vor dem Brauhaus einen Kranz aus (vgl. "Im Krug zum grünen Kranze") und die Celler konnten sich Bier holen, das "stübchen- oder halbstübchenweise über die Dehle verzapft" wurde.
 

1678

 

 

stellte das Herzogliche Brauhaus auf dem Schloßplatz (vgl. "Brauhausstraße" zwischen Gr.Plan und Rundestraße) das Bierbrauen ein. Die Brauergilde zahlte dafür jährlich 800 Thaler an die Herzogliche Kammer. (Die Biersteuer in Celle war geboren).

Um 1800

 

war das Bierbrauen im Rahmen der Brauergilde in Celle erheblich zurückgegangen und endete

1847

 

mit der Einstellung des "Reihebraus" und mit dem Verkauf des Brauer-Amtshauses Zöllnerstraße 19, jetzt Ratzeputz-Haus).
Schon 1836
 
hatte außerhalb der Gilde ein Brauer Namens Wolde eine eigene Brauerei eröffnet. Seine Nachfolger hießen Riehl, Achilles und Hartmuth & Worbs

1892

 

fiel diese Brauerei einem Brand zum Opfer. Sie wurde später von Celler Gastwirten wieder aktiviert und als "Heidbräu" betrieben, bereits aber im Jahre
1908 von der

1865

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

gegründeten Brauerei A. Schilling übernommen. A. Schilling hatte 1865 im ehemaligen Brauer-Amtshaus in der Zöllnerstraße begonnen und siedelte seine Brauerei alsbald am "Bremer Weg" neu an. Hier wurde anfangs mit großem Erfolg ein Lagerbier auf Pilsener Art, Celler Augustiner und Bockbier gebraut. Nach Schillings Tod wurde die Firma eine Aktiengesellschaft und kam alsbald unter den bestimmenden Einfluss der Lindener Aktienbrauerei aus Hannover, die den eigenen Braubetrieb in Celle Ende der dreißiger Jahre einstellte.
 
Fortan wurde die Firma Schilling nur noch als Handelsgesellschaft für Getränke betrieben. Solange die Gebäude am Bremer Weg noch standen, wurden hier noch Lindener Bier abgefüllt, Limonaden produziert und in den alten Kellergewölben Champignons gezüchtet.
 

Bereits 1893

 

 

 

 

 

hatte Carl Betz in Celle seine Brauerei gegründet, allerdings wurde zunächst ausschließlich Röstmalzbier produziert, ein Spezialbier, das als Vorprudukt für andere Brauereien zur Herstellung von Dunkelbier eingesetzt wird. Über die darauffolgenden etwa neun Jahrzehnte entwickelte sich der Betrieb durch die Erweiterung der Geschäftsaktivität auf den Flüssigzuckerbereich für die Erfrischungsgetränkeindustrie zu einem Zulieferer für die Getränkeindustrie, bis im Jahr

1984

 

 

 

 

mit dem Celler Urtrüb die Markteinführung es ersten „richtigen“ Celler Bieres für den Endverbraucher nach fast 50 Jahren erfolgte. Die Familie der Celler Biere ist seitdem auf 6 Sorten angewachsen: Celler Urtrüb, Celler Pilsener, Celler Dunkel, Celler Gold, Celler Weißbier und Celler Bekenner Bock. Bitte lesen Sie hierzu mehr unter dem Menüpunkt „Unsere Biere“.

2008

 

wurde die Brauerei Betz Mitglied des Vereins zur Förderung der Regionalen Esskultur und füllt seitdem das naturtrübe Bier der Regionalen Esskultur ab.

2010

 

 

Seit Anfang des Jahres füllt die Brauerei Betz das Pils für das Heidjer Bierkontor ab, welches unter dem Namen
„Heidjer Pils“ in der Lüneburger Heide vertrieben wird.

Urtrüb · Pilsener · Dunkel · Bock · Gold · Weißbier
Brauerei Carl Betz GmbH
Waldweg 101-103 · D-29221 Celle