Unsere Biere

 

In der alten Herzogstadt Celle brauen wir streng nach dem Deutschen Reinheitsgebot von 1516 mit den Zutaten Malz, Hopfen, Hefe und Brauwasser die Sorten:

"Celler Urtrüb", "Celler Pilsener", "Celler Dunkel", "Celler Bekenner-Bock",

"Celler Gold" und "Celler Weißbier ".

 

  

Celler Urtrüb

"Celler Urtrüb" war die erste Biersorte, mit der wir 1984 angefangen haben, in Celle nach etwa 50jähriger Braupause wieder "Celler Bier" zu brauen. Es wird mit 11,5 % Stammwürze eingebraut. Sein Alkoholgehalt liegt bei 4,9%.

Es wird nach der Reifung im Lagerkeller nicht filtriert, bleibt naturtrüb. Der Verzicht auf die Filtration bewirkt, dass das Bier den urtümlichen Aromageschmack behält, der Hopfen und andere Inhaltsstoffe wie Mineralien in voller Stärke vorhanden sind.

 

 

Celler Pilsener

Um einen größeren Kundenkreis zu erreichen, fiel im Jahre 1988 die Entscheidung, auch ein klares Bier herzustellen, denn die Zahl derer, die auf Dauer ein "trübes" Bier, wenn auch naturtrüb, annehmen, ist begrenzt. Zum "Celler Pilsener" war es dann nur ein kleiner Schritt: Vor dem Abfüllen durchläuft das Bier nach der Lagerung eine spezielle Bierfiltration. Alle festen Bestandteile wie Hefe, Eiweiß und andere Trübstoffe, z.B. Malzteilchen werden zurückgehalten. Das Bier wird "glanzfein", eine durchsichtige Sache. In das Glas eingefüllt, sieht man ihm die sprudelnde Frische schon an. Man bekommt Lust, den ersten Zug aus dem Glas zu tun

 

 


 

Celler Dunkel

Celler Dunkel ist eigentlich ein Jubiläumsbier. Als die Stadt Celle im Jahre 1992 die 700ste Wiederkehr der Verleihung ihrer Stadtrechte feierte, brauten wir aus diesem Anlaß ein dunkles Bier und knüpften damit schon frühzeitig an die alte Tradition dunkler Biere an , die durch die "Pilswelle" ein wenig in Vergessenheit geraten waren.

Heute sind die auch "Schwarzbier" genannten Biere wieder "in".

Der Steckbrief des "Celler Dunkel" lautet: Herzhaftes Festbier, mit 12,5 % Stammwürze eingebraut; durch Spezial-malze dunkel und besonders süffig. Der Alkoholgehalt ist 5,2 % Vol.

 

 

Celler Bock

Eine Brauerei, die etwas auf sich hält, bietet auch gern ein Starkbier an. Schon 1985 gab es einen Vorläufer unseres "Celler Bekenner-Bock", den "Cellenser Bock", allerdings nur als Maibock und zu Weihnachten. Eingebraut mit gut 16 % Stammwürze liegt der Alkoholgehalt bei 6,9 %. Übrigens: Namensgeber für den "Bekenner-Bock" war der Celler Herzog "Ernst der Bekenner", der sich zur Reformation bekannte. Sein Denkmal steht auf der Stechbahn im Herzen der Stadt Celle, nur einige Meter weit von der "Pranger-Schänke" im Keller des Rathauses, in der ausschließlich die "Celler Biere" ausgeschenkt werden.


 


  

Celler Gold

Als weiteres Vollbier bieten wir das "Celler Gold" an. Es ist eine neue Entwicklung unseres Hauses mit einem Stammwürzegehalt von 12,5 % und einem Alkoholgehalt von 5,2 vol%. Es wird mit reduzierter Hopfengabe gebraut und kommt deshalb insbesondere denen entgegen, die einen lieblicheren Geschmack bevorzugen.

 

 

 

Celler Weißbier

Das jüngste Kind in der Familie ist das "Celler Weißbier", das seit März 2006 unser Sortiment bereichert. Es ist bewusst eine Spur stärker gehopft eingebraut als seine bayerischen Vettern und hat dadurch die im norddeutschen Raum bevorzugte etwas herbere Note. Es hat eine Stammwürze von 12,5 % und enthält 5,2 vol% Alkohol.

 

Wir bieten "Celler Weißbier" in der  0,5 ltr-Bügelflasche und in besonderen Fällen auch als Fassbier an.


 


   



 

Die Celler Biere zeichnen sich durch ein unverfälschtes frisches Aroma aus. Das kommt da-her, dass die Biere während des Brauprozesses keiner "Sonderbehandlung" unterzogen werden.

So verzichten wir auf eine zu intensive Filtration und auf Kurzzeiterhitzung. Dadurch bleiben wichtige gesunde Bestandteile im Bier erhalten. Sie sind nicht dafür gebraut, monatelang in den Supermärkten zu überdauern sondern wie alle hochwertigen Lebensmittel für den alsbaldigen Genuss gedacht. Sie sind handwerklich gebraut und keine "Industrie-Biere", denen häufig die Seele fehlt. Celler Biere sind keine Allerweltsbiere.

 

Unsere älteste Biersorte ist das "BECEFA-EXTRA", ein RÖSTMALZBIER. Es handelt sich dabei nicht um ein Bier im landläufigen Sinn, sondern um ein Spezialbier, besonders dunkel aus geröstetem Malz, das wir an andere Brauereien für die Herstellung dunkler Biere liefern. Es wird besonders stark eingebraut und hat einen Extraktgehalt von 39 - 42 %, eine Farbtiefe von etwa 9.500 EBC-Einheiten.

 

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Für die Herstellung dieses Bieres gründete Carl Betz im Jahre 1893 die Farbebierbrauerei. Und diese alte Bezeichnung sagt es: Röstmalzbier (früher: Farbebier, noch früher Farbmalzbier und davor: Farbemalz-Extrakt) dient zur Farb- und Geschmacksgebung für dunkle Biere wie Malzbier, Altbier und Schwarzbier. Es wird nach dem Deutschen Reinheitsgebot gebraut, das seinen Ursprung in einem alten bayerischen Gesetz aus dem Jahre 1516 hat. Weil Röstmalzbier selbst nach dem Reinheitsgebot gebraut ist, darf es bei allen untergärigen Bieren, für die das enge Reinheitsgebot gilt, zugesetzt werden, ohne dass es einer besonderen Kennzeichnung bedarf. So war es auch schon im Jahre 1909, aus dem die abgebildete Anzeige stammt.

 

Dem Brauerei-Adressbuch von 1912 ist zu entnehmen, dass es zu diesem Zeitpunkt im Deutschen Reich 15 "Farbebier-Brauereien" gab. Davon haben zwei überlebt, wir in Celle und eine in Bayern. Nach dem zweiten Weltkrieg kam eine dritte hinzu. Heute gibt es in Deutschland also drei Röstmalzbierbrauereien.