Wir über uns

 

Im Jahre 1893 meldete der aus dem Westerwald nach Celle zugezogene Kaufmann CARL BETZ das Gewerbe zum Betrieb einer Farbebier-Brauerei an. Der Sitz der Firma war in Celle, Marienstraße 5. Farbebier ist ein nach dem Reinheitsgebot gebrautes Spezialbier, das in den mittleren und größeren Brauereien zur Farbgebung dunkler Biere gebraucht wird.

Noch vor dem ersten Weltkrieg braute CARL BETZ auch Malzbier und stellte Mineralwasser her. Diese Produktion wurde allerdings nach dem ersten Weltkrieg nicht wieder aufgenommen. Dafür kam die Herstellung von flüssigem Zucker für die Malzbier- und die Limonadenherstellung und von Zucker-Kulör für verschiedene Nahrungsmittelbereiche hinzu, so dass die BRAUEREI CARL BETZ zu einem reinen Zulieferbetrieb wurde.

 

Brauerei früher Im Jahre 1930 nahm Carl Betz seine Söhne Albert Betz und Walter Betz in eine nun gegründete BRAUREI CARL BETZ OHG auf. Diese Gesellschaft, die nach dem Tode des Vaters im Jahre 1936 von den Söhnen fortgeführt wurde, überdauerte den 2. Weltkrieg trotz einer völligen Vernichtung des Fabrikgebäudes durch alliierte Fliegerbomben noch am 08. April 1945. Nach notdürftiger Wiedererrichtung des Betriebsgebäudes und Wiederaufnahme der Produktion tauschte die Brauerei 1949 das Betriebsgrundstück gegen ein Gelände der Stadt Celle am Waldweg 101 ein und machte so der damals notwendigen Erweiterung der Stadtwerke Celle Platz. Hier am Waldweg musste ein zweites Mal nach dem Krieg aufgebaut werden und zwar völlig neu "auf der grünen Wiese" in den Jahren 49/50.

 

Am 1.April 1966 traten Dieter Betz (Jurist) und Karl-Friedrich Betz (Braumeister) in die OHG ein. In den 70er Jahren schieden die damaligen Senioren aus und die Cousins D. + K.-F. Betz wurden in dritter Generation geschäftsführende Gesellschafter.

 

Brauerei heute Im Jahre 1983 war es dann soweit: Die Gesellschafter fassten den Beschluss, nun auch selbst Bier herzustellen und über den Handel und die (zum Teil eigene) Gastronomie zu vertreiben. Nach Einrichtung der technischen Voraussetzungen (kalte Gärführung und Lagerung) wurde der erste Sud im Mai 1984 eingebraut.

 

Die erste Sorte was das "Celler Urtrüb", ein naturtrübes Bier, das sofort von den Cellern begeistert aufgenommen wurde. Dem folgte ein ebenfalls naturtrübes oder naturgeklärtes Bockbier, der "Cellenser Bock" und zusätzlich im Frühjahr ein "Maibock".

 

Bürogebäude Ende 1988 bereitete man sich bei BETZ einer steigenden Nachfrage entsprechend darauf vor, auch ein filtriertes, klares Celler Pilsener zu entwickeln, weil der Kreis derer, die ein natur-trübes Bier annehmen, begrenzt ist. Seit Januar 1989 gibt es bei BETZ das "CELLER PILSENER".

 

 

 

 

Karl-Friedrich und Dieter Betz In Celle braut man seit dem 700-jährigen Stadtjubiläum und dem 100-jährigen Bestehen der BRAUEREI CARL BETZ im Jahre 1993 das "Celler Dunkel", ein untergäriges Festbier. Das Bockbier ist inzwischen ein Ganzjahresbier geworden und heißt nach dem Celler Herzog der Reformation "Bekenner-Bock".

 

 

 

 

Mit der Weltausstellung « EXPO 2000 » in Hannover und zum Jahrtausendwechsel brachte die Brauerei als weitere Sorte das « EXPORT 2000 » heraus, ein damals bernsteinfarbenes Bier mit 12,5% Stammwürze, das sich nach Weiterentwicklung der Rezeptur inzwischen als « Celler Gold » immer größerer Beliebtheit erfreut.

 

Das jüngste Kind der Brauerei ist das Celler Weißbier. Die Brauerei folgt damit dem verstärkten Wunsch gerade junger (und junggebliebener) Menschen auch « nördlich des Weißwurstäquators » nach dieser obergärigen Bierspezialität.
 

 

Familie Betz Nach genau 40 Jahren hat die vierte Generation die Firma übernommen. Zum 1. April 2006 übergaben die bisherigen Gesellschafter die Leitung der Brauerei: Dieter Betz an seine Tochter Frauke Betz (Diplom-Ökonomin) und Karl-Friedrich Betz an seinen Sohn Stephan Betz (Diplom-Braumeister). Somit ist sichergestellt, dass die über 100jährige Tradition als mittelständisches Familienunternehmen auch in Zukunft weitergeführt wird.